Montag, 10. November 2014

Tongariro Alpine Crossing, oder: A simply walk trough Mordor ( 8.11.2014 )


Zurück in den Tongariro National Park, den ich im September schon einmal besucht hatte, damals um auf Mount Ruapehu Ski zu fahren. Diesmal ging es jedoch nicht zum Mount Ruapehu, sondern die beiden anderen Vulkanen des National Parks: Mount Ngauruhoe (auch bekannt als Mount Doom) und Mount Tongariro.
Ziel war das Tongariro Alpine Crossing zu meistern, die beliebteste (aber nicht zu unterschätzende) eintägige Wanderung Neuseelands. Das Crossing selbst ist ohne Zusatzprogramm (etwa der Erklimmung von Mount Ngauruhoe oder dem Weg zum Gipfel des Mount Tongariros) 19,4 km lang. Während dieser Strecke gilt es etwa 750 Höhenmeter zu bewältigen.
Jeden Morgen starten einige hundert Menschen den Walk, weshalb es sich zum Einen lohnt früh zu starten, zum Anderen in der Nebensaison zu laufen, wie wir es getan haben. Im Sommer zieht sich wohl nur eine einzige Menschenschlange den Track entlang, was sicherlich mit der Zeit sehr anstrengend wird, zumal man nicht überall ohne Probleme überholen kann, sollte der Vordermann für den eigenen Geschmack zu langsam sein. Bei uns war zwar auch einiges los, aber sicherlich war es nicht so voll wie im Sommer.
Zwei Tage zuvor war der Track noch wegen Schneefall gespeert und am Tag vor uns gab es einen Schneesturm oben, so wurde uns im Hostel von einem Deutschen, der an jenem Tage den Track gemacht hatte, berichtet. Man sollte deshalb definitiv nur mit der richtigen Ausrüstung den Walk machen und das nicht auf die leichte Schulter nehmen! Besonders Unmengen an Trinken ist dabei wichtig, denn es gibt keinerlei Möglichkeit die Flaschen während der Wanderung aufzufüllen. Und die richtige Kleidung sollte man auch dabei haben, da sich das Wetter sehr schnell ändern kann. Berg eben..
Glücklicherweise hatten wir keinen Schneesturm oder dergleichen. Der Himmel war als wir starteten wolkenlos und erst später auf der anderen Seite des Vulkans gesellten sich ein paar Wolken zur Sonne.

Der Track startet recht eben und führt durch eine Mondlandschaft: Überall um einen herum waren Steine von den Vulkanen und während man so durch die Ödnis wanderte wurde einen immer klarer, warum ausgerechnet diesen Ort Peter Jackson als Drehkulisse für Mordor ausgewählt hat. Über der steinernen Ödnis drohnt Mount Ngauruhoe, der jüngste der drei Vulkane, mit seinen symetrischen Hängen.
Nachdem man lange Zeit durch diese Szenerie gelaufen ist, begann dann irgendwann der Aufstieg. Zunächst wurde man aber durch ein Schild dazu aufgefordert zu checken, ob man wirklich in der Lage ist den Aufstieg zu bewältigen und ob man dafür auch die Richtige Ausrüstung hat.
Dann durfte man den Aufstieg beginnen. Dafür mussten die "Devil's Staircase" erklommen werden: Unzählige Treppen und dazwischen nur schmale Pfade. Wir haben uns wohl alle gefragt, warum wir uns das hier eigentlich antuen, aber wenn man von oben ins Tal geguckt hat und all die anderen Menschen als kleine Punkte gesehen hat, die den Aufstieg noch vor sich hatten oder die gerade an den Treppen zu knabbern hatten, hat man sich doch gefreut es hinter sich zu haben. Und die Aussicht von oben war beeindruckend!
Jetzt hätte man ja schon fast denken können, man hätte den Aufstieg hinter sich. Aber guckte man sich mal den Weg vor sich genau an, war erst ein kleiner Teil geschafft.
Direkt nach den Treppenaufstieg konnte man sich entscheiden, ob man Mount Ngauruhoe bezwingen wollte oder nicht. Wenn man das vorhatte, musste man schon sehr fit sein und im Freestyle durch den Schnee da hoch, da es dort keine Wege hoch gibt. Da ich nach dem Treppenaufstieg keine Lust mehr hatte, noch weiter hoch zu kraxeln und ich keine Fußspuren im Schnee gesehen habe, habe ich mich dagegen entschieden. Aber sechs Leute aus meinem Hostel waren oben und ich habe ihre Bilder und Videos gesehen! Beeindruckend! Abenteuerlich war neben ihrem Aufstieg auch ihre Art hinunterzukommen: Sie haben sich einfach auf den Hosenboden gesetzt und sind runtergerutscht, was wohl auch ganz gut klappte. Der Vulkan ist schließlich steil genug!

Für mich folgte also nicht die Besteigung des Mount Ngauruhoe, sondern die Durchquerung der ersten Ebene. Oder vielleicht eher die Durchquerung der Antarktis, denn genau so muss es sich wohl dort anfühlen. Ewigkeiten lief man durch den Schnee, immer nur einem kleinen festgetrampelten Schneepfad folgend, nichts anderes sehend als Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Mount Ngauruhoe wurde zwar kleiner, aber trotzdem hatte man nach vorne blickend nicht das Gefühl Mount Tongariro näher zu kommen. Im Sommer ist die Ebene schneefrei, wie mir meine Gasteltern berichteten und man würde sich wie auf dem Mond fühlen, mit all dem Gestein um sich herum.
Kaum erreichte man endlich das Ende der Eiswüste, setzte man seinen Weg nach oben fort. Das letzte Stück war echt steil und ohne Treppen. Teilweise so steil, dass eine Kette installiert worden ist, mit deren Hilfe man ein steiles Stück hochklettern musste. Davor hat es sich natürlich ein bisschen gestaut, weil immer nur eine Person die Kette benutzen konnte. Immerhin konnte man deshalb davor aber nochmal durchatmen!
Von oben blickte man zurück auf die Eiswüste und realisierte erst hier richtig, wie lang der Weg wirklich war, den man bei ihrer Durchquerung zurückgelegt hatte. Und man hatte einen wunderschönen Blick auf Mount Ngauruhoe.
Neuseeland ist vermutlich der einzige Platz auf der Welt, wo man von einem Flugzeug gefotobombed werden kann! Scheinbar kann man irgendwo auch Rundflüge über den Tongariro Nationalpark buchen und so die Szenerie ohne eigene Anstrengungen von oben sehen. Das führt dazu, dass ich kein Bild mit Blick auf Mount Ngauruhoe nach der Durchquerung der Eiswüste habe, auf dem nicht ein kleines weißes Flugzeug drauf ist.


Hatte man den Aufstieg geschafft befand man sich fast auf dem Gipfel des Mount Tongariro, der wie Mount Ngauruhoe ein aktiver Vulkan ist. Da er aktiv ist, warnen auch einige Hinweisschilder vor der Gefahr und geben Verhaltensanweisungen, wie man sich im Falle eines Ausbruches zu verhalten habe und welche Gebiete man auf keinen Fall betreten solle. Die Gefahr eines Ausbruches besteht immer. Das letzte Mal brach der Mount Tongariro überraschend im November 2012 aus, während einige Wanderer das Alpine Crossing machten. Deshalb gibt es davon wohl auch einige Videos davon.

Von diesem "Fast-Gipfel" aus ging es über lose Steine und mit Schwefelgeruch in der Nase (bedingt durch die vulkanischen Aktivitäten -immer wieder stieg auch heißer Dampf aus kleinen Löchern im Boden auf-) bergab in Richtung der Kraterseen. Mount Tongariro hat insgesamt vier Kraterseen: drei nahe beieinander liegende, die smaragdfarben sind, und einen großen, der etwas weiter entfernt von den kleinen Seen liegt, meiner Meinung nach aber nicht so schön ist, wie diese, da unter anderem seine Farbe auch nicht so beeindruckend ist.


Nach den drei kleinen Kraterseen musste man erneut eine Eiswüste durchqueren, um zum vierten, den großen See zu gelangen. Dazu ging es zum Ende hin auch wieder etwas bergauf, aber das schlimmste hatte man zum Glück schon zuvor hinter sich gebracht.


Vom großen Kratersee aus ging es dann zum Glück fast nur noch bergab, auf dem Weg zum zweiten Carpark. Die Landschaft auf der anderen Seite des Mount Tongariro war nicht zu vergleichen mit der vom Beginn. Nun lief man durch irgendwelche Pflanzen und es gab viel mehr Vegetation. Mir persönlich hat die andere Seite deshalb besser gefallen, auch wenn diese nicht schlecht war.
Nach sieben Stunden verließ ich dann die Vulcanic Hazard Zone und befand mich nach einem "kurzen" Walk durch einen einheimischen Wald endlich wieder in der "Zivilisation", in so fern, dass ich den Carpark erreicht hatte und somit wieder Autos und dergleichen gesehen habe, auch wenn der Carpark einen Kilometer mittels einer Schotterpiste von der normalen, asphaltierten Straße entfernt war.

Das Tongariro Alpine Crossing war die Mühe und den darauffolgenden Muskelkater aber auf jeden Fall wert! Durch diese beeindruckende Landschaft zu laufen und die Kraterseen zu sehen, war sehr sehr geil.



Als wir am nächsten Tag den Rückweg nach Auckland angetreten haben, haben wir noch einen kurzen Stopp in Taupo gemacht, um im unseren eigenen kleinen Hot Pool mit Wasserfall zu entspannen und haben einigen Leuten zugeguckt, wie sie den Taupo Bungy-Sprung gemacht haben.

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I guess I have to write my blog from now on in english as well, so Nancy and all my not german friends can read it. I'll try to write the english blog underneath the german as well, but the english version might be slightly different than the german. And probably shorter - we'll see.
First of all, I forgot to tell you something Nancy, so I would like to do it now: Meeting you was a pleasure for me, I'm glad I meet a so inspiring and fantastic person as you are! Travel save! I hope we meet some day again! And you're always allowed to correct my english. :)

I went south towards the Tongariro National Park where I was before for skiing Mount Ruapehu. This time I wanted to do the Tongariro Alpine Crossing, the most famous one day walk in New Zealand. The Crossing is a one way journey which covers 19,4 kilometers (without any extra walks, like climbing Mount Ngauruhoe -as known as Mount Doom- or walking to the summit of Mount Tongariro).
Every moring hundreds of people start the track. It's wise to start early when less people are on the track because you aren't able to overtake everywhere and so it's possible that you have to walk slowly behind a person for several meters before you can overtake her or him. However, there are more people on the track during the summer months, so it might be clever to do it not during this time.
If you want to start the track you have to be well prepared 'couse you can't refill your bottles once you're at the mountain. Weather changes quickly on the mountain so you need to carry clothes for every season with you. Luckily the weather was perfect when I've done the track: starting in the morning without any cloud in the sky and only seeing some of them near the end of the track, when I walked downhill towards the carpark.

At the beginning of the track I felt like walking on the surface of the moon: All around me just stones and wasteland through which I walked for a hour. Mount Ngauruhoe sit enthroned over the scenery and you realised quickly why Peter Jackson choosed this place as his location for filming Modor and Mount Doom. After the walk trough Modor I had to start climbing the mountain, using thousands of steps. This part of the track is named "Devil's staircase" and that's all you need to say about it. Never felt so happy being at the top of the stairs, watching down and seeing the hundereds of other people who still need to climb it! The view from the top of the stairs was stunning and definitely worth the effort!
Shortly after the stairs you could decide if you want to climb Mount Ngauruhoe or continue your way towards Mount Tongariro. I didn't climbed Mount Ngaruhoe as there are no tracks to the top of it and you have to climb it freestyle. Furthermore, I didn't wanted to go uphill anymore after defeating Devil's staircase.
Luckily I didn't had to go uphill for a bit, as the track crossed a wide plateau. The plateau was full with snow and while crossing it I felt like being in Antarktica. While Mount Ngauruhoe was getting smaller and smaller in your back you still had the feeling that you didn't move nearer to Mount Tongariro!
During the summer months there's no snow at all at the plateau and I guess you must feel like being in a desert. At least that's what my hostparents told me.
As I reached the end of the desert made of ice I had to climb uphill again. Looking back at Mount Ngauruhoe and the plateau in my back was impressive and now I started to realise how far away the mountain actually was. A little white airplane was in the sky, I guess you can do scenic flights above the Tongariro National Park. It photobombed all my pictures of the snow plateau! New Zealand, the only country where a plane can photobomb you! :)
The track uphill was quite steep, there was even a chain to help you getting up at some points. But it was the last part to climb and after that I was at the summit of Mount Tongariro.
Mount Tongariro is still an active vulcano and there are several signs which tell you what to do in case of an erruption. The last erruption was spontaneously in November 2014, while some hikers were on the montain. Because of this there are some videos of it in the internet.
The summit of Mount Tongariro recived me with a wonderful view and a sulfur odor. But you get used to it.
From now one you only had to go downhill to get to the crater lakes of Mount Tongariro. There are four lakes, three small ones and one big one. I really liked the colour of the small ones, some kind of smaragd greenish to which the big one couldn't compare.
To get to the big lake you had to conquere a ice-desert once again and going a little bit uphill aswell. But luckily the taff part was already done. Afterwards the path just leads downhill, so it wasn't as exhausting as before. Now the track was winding through more vegetation than in the beginning and before entering the carpark it leaded through a nice forest only with trees from New Zealand.

After seven hours of walking with a few breaks in between I finally reached the carpark! The Tongariro Alpine Crossing was a great experience that I don't want to miss. I saw the stunning landscape of Modor, the beautiful lakes at the top and a nice forest at the end. It was definitly woth the efford and the sore muscles!


On my way back to Auckland I made a short stop in Taupo to realax in some free hot pools and watching some people doing the Taupo Bungy in a beautiful scenery.

Donnerstag, 6. November 2014

Fairy Falls ( 2.11.2014 )


Sonntag war ich mit Svenja, Sabrina und Kristin wandern.
Fast einen Monat nachdem wir im Waitakere Regional Park unfähig waren den Fairy Falls Loop zu finden, haben wir uns wieder auf den Weg gemacht und diesmal sogar den richtigen Parkplatz gefunden!
Das Wetter war super schön und warm. Wobei ich es vielleicht als etwas wärmer empfunden habe als die anderen, der "Kälte" von Stewart Island sei Dank.

Die Fairy Falls sind echt wundervoll!
Es sind mehrere Fälle im Urwald, in dem auch Kauri Trees stehen. Die Bäume sind echt beeindruckend! Kauris sind uralte Bäume und wuchsen einst auf der gesamten Welt, bevor sie nach und nach ausstarben. Heute sind sie nur noch auf Neuseelands Nordinsel zu finden. Mit 30 bis 50 Metern werden sie recht hoch, weshalb alles andere neben ihnen irgendwie zwergenmäßig und klein wirkt.



 Hier seht ihr den größten der Wasserfälle von oben. Ich bin mal über die Brücke geklettert und habe mich auf die Felsen des Wasserfalls gesetzt. Das war echt ein unglaubliches Gefühl!
Man sitzt in ca 15 Metern Höhe und neben einem stürzt das Wasser den Felsen runter. Und dabei hat man noch eine super Aussicht! Vielleicht etwas riskant, aber das war es definitiv wert! Und man muss schon ein echt großer Trottel sein, um da hinunter zu fallen..

Als wir nach einem weiteren kurzen Walk unten am Wasserfall angekommen sind, habe ich es mir nicht nehmen lassen und bin etwas den Wasserfall empor geklettert, damit ihr mal seht, wie beeindruckend der ist!


Auf dem Rückweg zum Parkplatz haben wir den Stream, der die Fairy Falls entstehen lässt, x-mal überqueren müssen. Während das für mich, dank meiner super Wanderschuhe, kein Problem darstellte und meine Füße dank der Schuhe auch beim durchs Wasser laufen nicht nass wurden, haben die Anderen bei jeder Überquerung geflucht. Deshalb bin ich voran gegangen und habe die "trockensten" Stellen im Fluss rausgesucht, damit sie es wenigstens nicht ganz so schwer hatten und ihre Füße nicht allzu nass wurden. Dafür haben wir zum Teil echt lustige Menschenketten gebildet und hatten einigen Spaß! Obwohl wir nach jeder Biegung hinter dem wir eine neue Flussüberquerung erspäht hatten, zumindest kurzzeitig geflucht haben, haben wir doch während der Überquerung und danach genug gelacht, um das wieder wett zu machen.


Mittwoch, 5. November 2014

Sam Simon ( 1.11.2014 )


Die Sam Simon liegt im Hafen von Auckland.
Und man kann kostenlose Schiffsführungen machen. 
Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen!

Die Sam Simon ist ein Schiff der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd, die sich für den Schutz der Meere und ihrer Lebewesen einsetzt. Neben ihrer vermutlich bekanntesten Kampange, die sich für den Schutz der Wale im Walschutzgebiet im Südpolarmeer einsetzt, sind Freiwillige von Sea Shepherd auch in Taji, Japan (Filmtipp: "The Cove"), um auf das Abschlachten der Delphine dort aufmerksam zu machen. Außerdem unterstützt Sea Shepherd die Behörden Ecuadors bei der Beschützung des Galapagos-Archipel, sowie kämpft gegen Tötung von Grindwalen auf den Färöern.
Der Grund, warum die Sam Simon in Auckland liegt ist, dass sie sich hier für ihren Antarktis-Aufenthalt während der Operation Icefish vorbereitet.
Operation Icefish wird anders als die vorherigen Einsetze von Sea Shepherd im Südpolarmeer:
Nachdem der internationale Gerichtshof in Den Haag das japanische Walfangprogramm in der Antarktis ausdrücklich für illegal erklärt hat (ist ja nicht so, dass das schon lange so ist, weil das Südpolarmeer ein Meeresschutzgebiet ist), hat Japan bekannt gegeben, dass die japanische Walfangflotte in der Saison 2014/2015 ins Südpolarmeer zurückkehren wird, um nicht-tödliche Studien an den dortigen Walen durchzuführen. Jedoch mit der Absicht in der Saison 2015/2016 den tödlichen Walfang im großen Stil wieder aufzunehmen. Sea Shepherd möchte zunächst überprüfen, ob die Japaner ihr Wort halten und diese Saison tatsächlich keine Wale töten. Falls sie dies tatsächlich tuen, möchte Sea Shepherd versuchen das illegale Fangen von Schwarzen Seehechten und Riesen-Antarktisdorschen im Südpolarmeer zu unterbinden.
Falls ihr mehr über Sea Shepherd, Operation Icefish und ihre anderen Kampangen erfahren wollt, besucht ihre Webside: www.sea-shepherd.de
 
Während der Führung habe ich viel vom Schiff gesehen und auch einiges über seine Geschichte gelernt: Zum Beispiel, das es ehemals ein japanisches Schiff war, das im Südpolarmeer Wetterdaten gesammelt hat und damit die japanische Walfangflotte unterstützt hat. Glücklicherweise hat es deshalb eine festere Außenhaut, der das Eis nicht so schnell etwas anhaben kann.
Die Sam Simon hat den Namen Sam Simon bekommen, da Sam Simon, der Producer der Simpsons, Sea Shepherd das Geld zum Kauf des Schiffes gespendet hat. Hatte ich schon den Namen Sam Simon erwähnt?


Ich durfte auf die Brücke!
Weil immer die Gefahr besteht, dass die Geräte ausfallen, wird hier sowohl digital als auch analog gearbeitet.



In der Kombüse wird nur vegan gekocht.
 



Im Moment haben wir hier Internetprobleme. Ich werde einen kleinen Freudentanz aufführen, wenn dieser Blogeintrag endlich oben ist..
Ich hoffe, dass bald das Internet hier wieder funktioniert!
Sonst ist alles klar hier, macht euch halt keine Sorgen, wenn ich mich nicht melde. Das Internet will das momentan nicht!

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Stewart Island / Rakiura / Te puka a Te waka a Maui ( 21.10 - 27.10.2014 )


Meine Reise in Zahlen:
7 Tage unterwegs,
4 Flüge,
2 unterschiedliche Sicherheitsvideos,
2 Pinguine,
1 Lagerfeuer am Strand,
1 Kiwi
und unzählige Kilometer gewandert.

Am 21. Oktober fing meine Reise ans andere Ende von Neuseeland an. Zunächst mit dem Auto durch den morgentlichen Verkehr, dann mit dem Air-Bus Richtung Flughafen. Von dort aus nach Christchurch (erstes Sicherheitsvideo) und dann in einer kleinen ATR-72 Maschine zum Flughafen von Invercargill. Die Maschine war ganz neu und mit edlen Ledersitzen ausgestattet. Neben den paar Personen an Board hatten wir auch drei Special Guests in der letzten Reihe: Schildkröten. Die habe ich aber leider nicht gesehen, da sie während des Fluges in undurchsichtigen Boxen waren.
Der Flughafen von Invercargill ist klein. Sehr sehr klein. Direkt neben der Landebahn grasen Schafe. Es gibt zwar vier Gates, aber man geht für jedes durch die gleiche Türe raus und über den gleichen Weg übers Rollfeld zur Maschine. Der Flughafen wird auch nur von zwei Fluggesellschaften angeflogen, mit nur zwei unterschiedlichen Zielen: Entweder mit einer 4-Sitzer Maschine nach Oban, auf Stewart Island, oder mit Air New Zealand und ihrem Flugzeug nach Christchurch.
Der Flug nach Stewart Island war mir jedoch im Vergleich zur Fähre zu teuer. Ich wurde mit einem Shuttle-Bus vom Flughafen abgeholt, der dann nach Bluff zum Hafen gefahren ist. Von dort aus habe ich die Fähre über die Foveaux Strait nach Oban, der einzigen Siedlung auf Stewart Island genommen.

Oban ist nicht groß. Hier leben etwa 300 Menschen, die ihr Geld hauptsächlich mit Fischfang und Tourismus verdienen. Es gibt einen Shop, der Lebensmittel verkauft, zugleich jedoch auch DVDs verleiht und seit neusten auch den einzigen Bankautomaten der Insel beherbergt. Eine Bankfiliale oder dergleichen gibt es nicht. Außerdem gibt es einen Pub und zwei Kirchen, die jedoch von nur einem Pfarrer in Ökumene geleitet werden. Es gibt zwei Krankenschwestern auf Stewart Island und einen Polizisten. Die Polizei Station ist sein Wohnhaus. Außerdem bieten Oban den südlichsten Fish&Chips Laden, den es gibt: Kai Karts. Man kann hier auch Burger bekommen. Sehr sehr lecker und betrieben von einem Deutschen und seiner Frau!

Mein fantastisches Hostel!


 Stewart Island, die Insel mit den vielen Namen und die dritte große Insel von Neuseeland, bietet denoch genug zu sehen. Auf ihr leben viele Vögel, unter anderem der Little Blue Penguin, der kleinste Pinguin der Welt, und 100.000 Kiwis, die hier wohl besser zu sehen sind, als irgendwo anders im Land. Teilweise, besonders auf Ulva Island, kann man sie sogar tagsüber sehen! (Kiwis sind nachtaktive Vögel)





 Stewart Island hat drei verschiedene Namen: einen "englischen" Namen und zwei Maori-Namen, von denen sich jedoch nur einer, im Zuge der Integration der Maori, durchgesetzt hat.

(Im Gegensatz zum Nachbarn Australien sind die Maori, das Ureinwohner-Volk hier nämlich integriert: Amtssprachen sind englisch und Maori; die Kinder lernen in der Schule Maori; es gibt spezielle Maori Fernseh-Sender, die entweder rein auf Maori senden, oder die die Sprache sowie die Kultur der Maori vermitteln; die Nationalhyme wird erst auf Maori und dann auf englisch gesungen; wenn es Maori Namen für bestimmte Plätze gibt, werden diese übernommen oder zumindest als Beinamen geführt; in der Sprache der Kiwis finden sich viele Mauri Ausdrücke und Redewendungen, so wird man zum Beispiel bei Air New Zealand prinzipiell mit "Kia Ora", was so viel wie "Hallo" oder "Guten Tag" bedeutet, begrüßt; und nicht zuletzt dem Haka, der ursprünglich der Kriegstanz der Maori war, wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Die All Blacks, das Rugby-Team von Neuseeland tanzt ihn vor jedem ihrer Spiele)

Der "unbekannteste" Name für Stewart Island (also der, der sich nicht durchgesetzt hat) ist Te puka a Te waka a Maui was so viel bedeutet wie Der Anker des Wakas (Kanus) von Maui.
Der Name war der erste Name, den die Maori der Insel gegeben haben und entstammt aus ihrer Vorstellung über die Entstehung von Neuseeland:
Maui, der in der Mythologie der Maori ein Halbgott ist und für seine spektakulären Heldentaten und Raffinesse (siehe den Blogeintrag von Wellington: Er hat die Sonne gebändigt) bekannt ist, ist quasi für die Entstehung Neuseelands verantwortlich. Er ist mit seinem waka auf den Ozean rausgefahren, bis er kein Land mehr sehen konnte. Dort lockte er mit seinem eigenen Blut als Köder einen riesigen Fisch an und holt ihn mit seinem Angelhaken (Mauris Angelhaken ist auch ein Sternbild hier, andere kennen es vermutlich als Skorpion) an die Wasseroberfläche. Der Fisch, den Maui an die Wasseroberfläche holt, ist die Nordinsel, die den Beinamen Te Ika-a-Māui (der Fisch von Maui) trägt. Eigentlich wäre die Nordinsel eben und flach geworden, wenn es nach Maui gegangen wäre, der erst einen Priester für die passenden Dankesgebete und Zeremonien holen wollte, ehe er den Fisch töten wollte. Seine Brüder, die ebenfalls mit im waka waren, wollten jedoch nicht auf die Rückkehr von Mauri warten und wollen den Fisch zerteilen. Dieser windet sich als Reaktion auf die ihm zugefügten Schnitte im Todeskampf und bricht schließlich auf in Berge, Klippen und Täler. Aus Mauis waka wurde die Südinsel, die den Beinamen Te Waka a Māui (Das Kanu von Maui) trägt. Stewart Island diente dabei als Anker.
An diese Geschichte erinnert auch eine Ketten-Skulptur auf Stewart Island. Hier verschwinden scheinbar Kettenglieder im Meer, die auf der anderen Seite, in Bluff, wieder an die Oberfläche kommen.

Rakiura ist der weitaus bekanntere Maori-Name für die Insel und auch ihr offzieller Beiname. Übersetzt bedeutet dies so viel wie Land des glühenden Himmels. Der Name entstannt vermutlich als Anlehnung an die wunderschönen Sonnenaufgänge und -untergänge (die ich leider nicht sehen konnte!) und die Aurora Australis (Südlichter), die man von hier aus sehen kann. Wenn man Glück hat. Hatte ich nicht.

Und nicht zu Letzt der Name Stewart Island, benannt nach William Stewart. Captain Cook, der die Insel bei seiner Umseglung der Südinsel von Neuseeland als erster Europäer sichtet (1770), glaubt irrtümlicher Weise, dass Stewart Island keine eigene Insel, sondern ein Teil der Südinsel von Neuseeland ist und nennt sie deshalb Südkap.
Erst als Captain Eber Bunker mit der Pegasus, die Wasserstraße Foveaux Strait entdeckt, wird erkannt, dass die vermeindliche Halbinsel eine Insel sein muss. Benannt wird sie dort jedoch nicht. Als das selbe Schiff unter anderem Captain im August 1809 die Südküste der Insel entlang fährt, kartographiert der erste Offizier William Stewart Teile der Küste. Diese Karte gab er weiter an den Herausgeber des Oriental Navigator, der 1816 die Karte erstmals veröffentlicht. Hier wurde das erste Mal der Name Stewart's Island, der sich dann, leicht abgewandelt, durchsetzte.


Oyster catcher (torea)
Stewart Island beherbergt sehr viele Vögel, die sich jedoch am besten, eine kurze Wassertaxi-Fahrt entfernt, auf Ulva Island beobachten lassen. Ulva Island ist komplett Ratten und Possum frei, weshalb die Vögel dort wesentlich bessere Überlebenschancen haben. Die Vögel sind richtig zutraulich und lassen sich durch die Menschen, die ab und zu auf die unbewohnte Insel kommen, nicht stören. Im Gegenteil, manchmal kommen sie sogar extra näher, da Menschen potenzielle Futterlieferanten sind, weil sie etwa beim Laufen kleine Insekten aufschrecken, die einigen Vögeln als Nahrungsquelle dienen.


Auf Ulva Island war ich am 22. Oktober mit Colorado.
Ulva Island ist nicht sonderlich groß, die Wanderwege dort lassen sich locker in 1,5 Stunden bewältigen. - Wenn man nicht guckt und hört, wie uns schon Peter (unser Captain) an Board gesagt hat.
Wir sind also über die Insel geschlichen und haben, wie schon Nancy und Alex am Tag vor uns, die "Bench-Tour" gemacht. Das heißt, wir haben bei jeder Bank angehalten, haben uns hingesetzt und den Vögeln gelauscht. Auf Ulva Island werden auch oft Kiwis während dem Tag gesehen! Peter meinte, dass er in der Regel pro Bootladung (maximal 8 Personen) mindestens eine Person habe, die einen Kiwi auf Ulva Island gesehen hat. Bei uns hat keiner einen gesehen..



Weka

Stewart Island Robin (toutouwai)

Wood pigeon (kereu)
Die Viecher sind rießig!!

Colorado und ich, am südlichsten Punkt an dem wir je waren. Weiter südlich liegt nur die Antarktis



Die folgenden Tage habe ich mit Wandern verbracht:
Stewart Island bietet einen sogenannten "Great Track", über 34 km, für den man 3 Tage einplant. Zumindest tut es das Department of Conservation (DOC). Ich habe jedoch jetzt schön öfter gehört, dass einige Menschen diesen Track auch schon in einem Tag geschafft haben, und ich bin mir sicher, dass das definitiv machbar ist. Ich selbst bin an einem Tag nach einem anderem Track über circa zwei Stunden zur ersten Übernachtungshütte und zurück zum Hostel gelaufen und am nächsten Tag nach einem (laut der Stewart Island/Rakiura Short Walks Broschüre) 3.5 bis 4 Stunden Track (ich bin mir sicher, dass ich schneller war) zur letzten Übernachtungshütte des 3-Tages-Tracks und danach noch zwei Stunden zum Fern Gully gelaufen, bevor ich zurück zum Hostel bin. Hätte ich einen Tag mehr gehabt, wäre ich vielleicht noch den Great Walk ganz gelaufen..
Neben dem Great Track (3 Tage) gibt es noch den Northern Circuit (10 Tage; 125 km) und den Southern Circuit (8 Tage), die weniger oft bewandert werden, als der Great Track.
Diese Mehrtages-Tracks bin ich nicht gewandert, ich bin aber alle (13) Short Walks auf Stewart Island gewandert. Die Broschüre (die erste für die ich in Neuseeland Geld ausgeben musste; 2$) war definitiv eine gute Investition.
Den letzten Track (laut Broschüre 3 bis 4 Stunden Laufen) habe ich in einer Rekordzeit von zwei Stunden gelaufen. Und dabei habe ich mich nicht übermäßig beeilt und tausende Fotostops eingelegt.
Zum Glück war ich aber so schnell, sonst hätte ich die Fähre verpasst. Ich war nämlich mit Mike und Anka gemeinsam einen Teil ihres Weges auf dem Northern Circuit gelaufen (mit Mike habe ich fünf meiner sechs Tage auf Stewart Island im Hostel gelebt), bevor wir uns verabschiedet haben und ich über den Horseshoe Point zurück zum Hostel und dann zur Fähre bin.




Fishermen's Point

Kaka. Diese Papageien sind total zutraulich und hingen öfter mal beim Hostel rum

Enten. Diese kleine Familie hat im Garten des Hostels gelebt, wenn sie nicht gerade unterwegs waren. Eigentlich habe ich das Foto jetzt nur hochgeladen, weil ich weiß, dass sich eine gewisse Jess darüber total freuen wird.

Während ich tagsüber schon so viel gelaufen bin, könnte man denken, dass ich nachts wenigstens nicht unterwegs war. Schwerer Trugschluss!
Wir, also Rob (der das Hostel momentan leitet) und Mike, sowie die wechselnden Gäste, die sich uns anschließen wollten, sind jeden Abend (bis auf einen) auf Kiwi Jagd gegangen.
Mit mäßigen Erfolg: An meinem ersten Abend haben wir die Höhle von einigen Little Blue Penguins gefunden. Und wir standen neben einem Busch in dem ein Kiwi drinnen war. Das haben wir gehört. Leider konnten wir ihn aber nicht sehen.. Am selben Abend haben wir einen Kiwi (Neuseeländer) getroffen, der mit ein paar Anderen unterwegs war, die zwei Kiwis gesehen haben. Aber leider waren die nicht mehr da, als wir zu den Plätzen, an denen sie gesehen wurden, gegangen sind.
Kiwis klingen furchtbar! Ihr Ruf klingt als würde gerade jemand abgeschlachtet. Passend dazu hat uns Rob eine Geschichte von jemanden erzählt, der mal im Hostel war: Dieser Typ ist scheinbar alleine den Northern Circuit gelaufen und hatte Nachts draußen ein "Biest" gehört. Er war so verängstigt von dem Ruf, dass er sich über die Nacht in der Hütte verbarikardiert hat. Wie sich später herausstellte, hatte er nur einen Kiwi gehört..
Auch wenn unsere Kiwi Hunting Touren nicht sonderlich von Erfolg gekrönt waren, war es doch total gut, dass wir sie gemacht haben.
An einem Abend haben wir fünf Kiwis (Neuseeländer) am Strand getroffen und mit ihnen einen echt lustigen Abend am Lagerfeuer verbracht. Außerdem haben wir am selben Abend nochmal einen Little Blue Penguin  gesehen und diesmal konnte man auch ein schönes Foto von dem kleinen Kerl machen. Die Little Blue Penguins sind mit 25 cm die kleinsten Pinguine der Welt. Deshalb kann man sie leicht übersehen, aber keineswegs überhören: die Kleinen bellen furchtbar laut!



Zwei komische Vögel unter sich.
Diesen Kameraden habe ich an einem Strand auf dem Rückweg von der ersten Hütte des Great Tracks zum Hostel getroffen. Wir saßen direkt nebeneinander am Strand und ich hätte ihn sogar streicheln können, wenn ich gewollt hätte..


Nahe der letzten Hütte des Great Tracks.

Fast jeden Abend und fast jeden Morgen habe ich versucht Rakiuras sagenhafte Sonnenuntergänge und -aufgänge zu sehen. Doch so schön wie der Tag auch war und wie wenig Wolken am Himmel waren: Die, die da waren waren immer im Westen oder im Osten!
Ein weiterer Grund, weshalb ich nochmal nach Stewart Island muss.
Das Mondbild ist an meinem letzen Abend auf Stewart Island entstanden. Nachdem Mike und ich zum Observation Rock hochgerast sind (dem besten Platz für Sonnenuntergänge; falls es denn mal nicht bewölkt wäre!), haben wir die Wolken angeguckt, hinter denen die Sonne -nicht sichtbar für uns- untergegangen ist. Dafür haben wir den Mond gesehen, der echt verdammt dünn war.
Wir sind noch einige Minuten oben geblieben (in der Kälte!) ehe wir uns auf dem Rückweg gemacht haben, in der Hoffnung einen der Vögel, die wir nicht sehen wollten, zu sehen. Wir haben nämlich die Vermutung, dass nur diejenigen Kiwis sehen, die nicht nach ihnen suchen. Die Vermutung hat sich dann auch bestätigt.


Auf dem Weg vom Observation Rock nach unten zum Hostel, raschelte es auf einmal hinter uns im Gebüsch, beim Rugby Feld. Wir dachten erst, dass es wohl wieder die Katze ist, die uns schon öfter gefolgt ist, als auf einmal ein Kiwi an uns vorbei gerast ist!
Die sind echt verdammt schnell! Wir sind ihm also hinterher (dabei ist dieser eine, sehr schlechte aber immerhin, Schnappschuss entstanden). Der Kiwi ist in ein anderes Gebüsch verschwunden und wir haben uns hingesetzt und das Licht ausgemacht, weil Mike von jemandem im DOC den Tipp bekommen hatte, dass zu machen, da dann die Kiwis wohl oft zurück kommen würden. Leider kamen dann aber zwei andere Menschen auf Kiwi Jagd übers Rugby Feld gelaufen, viel zu laut und mit viel zu viel Licht. Das hat wohl den Kiwi vertrieben.. Wir haben ihnen dann die Tipps für die Fortsetzung ihrer Tour weitergegeben und sind dann total euphorisiert ins Hostel zurück. Immerhin haben wir jetzt den Beweis, dass dies Tiere wirklich existieren und nicht nur irgendwelche Erzählungen sind. Und wir haben einen wilden Kiwi gesehen! Weil Zoo oder so kann ja jeder..

KIWI!!
Am 27.10. musste ich dann leider schon Stewart Island verlassen. Die Zeit an der Fähre war echt schlimm und ich wollte gar nicht weg. Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen nochmal wieder zu kommen!
Mit der Fähre ging es bei ruhiger See wieder zurück nach Bluff und von dort aus mit dem Shuttle nach Invercargill. Dort war ich eine Nacht in einem riesigen Hostel (krasser Kontrast zu meinem fantastischen Hostel in Oban) und bin dann zurück Richtung Auckland geflogen: Erst mit der ATR-72 nach Christchurch und dann von dort aus weiter nach Auckland (zweites Sicherheitsvideo).

Montag, 20. Oktober 2014

Paintball ( 19.10.2014 )


Gestern ging es Paintball spielen.
Wir, 10 AuPairs aus Auckland, eine lustige, gemischte Gruppe (endlich mal nicht nur Deutsche, auch wenn wir in der Überzahl waren!), haben uns morgens gegen neun Uhr vor der Delta Force Anlage getroffen. Die Anlage gehört zwar noch zu Auckland, ist aber trotzdem circa eine Stunde Fahrt entfernt.
Als dann endlich alle Autos von uns die Anlage, die in einem Wald liegt und nur über eine ewig lange Schotterpiste erreichbar ist, gefunden hatten, konnte es losgehen.
Team Brown, the winning team!

Unsere Gruppe wurde in zwei geteilt: Das braune und das grüne Team.
Ich war mit Jacintha (Niederlande), Ulrika (Schweden), Ludwig (Schweden) und Caroline (Deutschland) im Team Braun.
Damit stellten wir fünf Spieler unserer aus jeweils 20 Spielern bestehenden Teams.



Dann ging es auf die einzelnen Maps. Insgesamt galt es 4 Maps zu bespielen, bevor die Sonderspiele anstanden.
Dabei spielten immer jeweils zwei Teams (Braun/Grün), die sich auch im Laufe des Tages nicht änderten, direkt gegeneinander. Desweiteren wurde aber auch eine Punktetafel mit den Punkten, die man während der Spiele erziehlen konnte, geführt.
Nachdem jedes Team alle Maps bespielt hatte, wurde der Tagessieger, der mit Hilde der Punktetafel ermittelt wurde, gekührt: Team Braun wurde Tagessieger!

Danach standen die Sonderspiele an, von denen es zwei gab:
Zunächst das "Big Game", in dem jeder mitspielen konnte, der nochmal spielen wollte. Dementsprechend größer waren dann auch die zwei Teams, die hierbei gegeneinander spielten. Und das Spielfeld war auch viel größer!
Das letzte Spiel des Tages war dann das "Mate Game", bei dem man nur mit/gegen seine eigene Gruppe gespielt hat. Also nur wir zehn. Man durfte sich das Spielfeld selbst aussuchen und auch die Regeln, weshalb wir solange gespielt haben, bis die Paintballs alle verschossen waren. Außerdem hatten wir entschieden, dass man nicht "sterben" kann, also nicht bei einem Treffer, bei dem der Paintball platzt (also Farbe auf dem Overall zurück lässt) das Feld verlassen muss, wie gewöhnlich. Stattdessen durfte man einfach weiter spielen und die einzige Möglichkeit dem Beschuss zu entfliehen war laut "I want my mummy!" zu rufen, woraufhin man das Spielfeld verlassen durfte.

Paintball war ein rießen Spaß, auch wenn Treffer enorm weh tun.
Zwar bekommt man eine Art Schutzweste, aber die hat mir persönlich nichts gebracht, da ich nie am Oberkörper getroffen wurde, sondern hauptsächlich meine Oberschenkel (drei Mal), bzw. einmal mein Hals und einmal meine Hand. Kopfschüsse zählen nicht.

Die nächsten paar Tage werdet ihr vermutlich nichts von mir hören, da ich nach Invercargill fliegen werde, von dort aus nach Buff fahren und dort die Fähre nach Stewart Island nehmen werde. Ich also bis nächste Woche Dienstag nicht in Auckland.